KickStart 2011 - Azubis wohin das Auge
Am 7. und 8. Oktober 2011 besuchten über 6.400 junge Frauen und Männer die Berufsorientierungsmesse KickStart in der Magdeburger Messehalle 2. Fast 90 technische und naturwissenschaftliche Ausbildungsberufe wurden vorgestellt. Ein sehr breites Spektrum von Firmen aus ganz Sachsen-Anhalt war vertreten.
Die Unternehmen nutzten die Chance der Präsentation. Präsentiert wurden die Berufe jedoch von den jetzigen Lehrlingen in den Firmen, was die Situation natürlich einfacher machte. Aussteller und Gäste begegneten sich damit auf Augenhöhe.
Von wegen junge Leute haben keinen Bock. Weit gefehlt. An den 45 Messeständen drängten sich an beiden Tagen bereits zu Messebeginn ab 9:00 Uhr Schüler, und Neugierige. Gezielte Fragen zu den Berufsbildern, welche Voraussetzungen in einzelnen Fächern mitgebracht werden müssen und welchen Chancen auf einen Ausbildungsplatz bestehen, waren an den Messeständen immer wieder zu hören.
Das kurze Fazit von zwei langen Messetagen:
Die Metallarbeitgeberverbände haben eine Messe initiiert, die für die Firmen und die Schulabgänger eine ideale Möglichkeit zum Kennenlernen und Austausch ist. Die Besuchersteigerung um 7 % im Vergleich zum Vorjahr bestärkt die M+E-Verbände, auch die vierte Auflage der Messe 2012 ins Visier zu nehmen.
Podiumsdiskussion am 7. Oktober 2011
Im Rahmen der KickStart veranstalteten die Metallarbeitgeberverbände am 7. Oktober eine Diskussion zum Thema:
Regionale Industrie und Wissenschaft im Dialog
Neben der Wirtschaftsministerin des Landes Sachsen-Anhalt, Frau Prof. Birgitta Wolff, diskutierten Herr Dr. Peter Buthmann (Vorstand der KSB AG), Herr Dirk Bartens (Geschäftsführer SBSK GmbH & Co. KG), Prof. Jan Mugele (Prorektor der Hochschule Magdeburg-Stendal), Herr Wilfried Probian (Geschäftsführer der SKL Motor GmbH) sowie Prof. Gerhard Müller (Fraunhofer Institut Fabrikbetrieb und –automatisierung).
Sachsen-Anhalt hat viele kleine und mittlere Unternehmen. Dies ist ein Vorteil beim Wissenstransfer von den Hochschulen in die Industrie und umgekehrt. Denn ist sind nur kurze Wege zu beschreiten und keine großen Hierarchien. Ein Austausch, der sehr produktiv sein kann und genutzt werden muss. Darüber waren sich die Teilnehmer einig. Auch wenn über den Weg dahin die Vorstellungen mitunter auseinandergingen.
Einigkeit wurde darüber erzielt, dass Industrie und Wissenschaft häufiger aufeinander zugehen müssen. Ganz einfach, um zu erfahren, was der andere braucht und wie man sich bei ganz konkreten Aufgabenstellungen helfen und voneinander profitieren kann. Dass Grundlagenforschung nicht nur in Hochschulen betrieben wird, berichtete u. a. Dr. Peter Buthmann von KSB. Sein Unternehmen setzt bereits seit Jahren auf die Zusammenarbeit mit Universitäten und das mit guten Resultaten.
Aufgegriffen wurde in diesem Kontext auch die Frage der Vermittlung von unternehmerischem Wissen. Auch hier müssen die Anstrengungen noch verstärkt werden, um bereits in Schulen und Hochschulen mit den Fragestellungen wirtschaftlicher Zusammenhänge und ökonomischen Handelns vertraut zu machen.
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